Dirty Dancing – Der Tanzfilm der 80er im TV

Kultfilm Dirty Dancing am Donnerstag 12.09.2013 bei VOX (20:15 Uhr).

Die 17-jährige Frances „Baby“ Houseman lernt in einem Urlaubsressort in den Catskills im Sommer 1963 den coolen Tanzlehrer Johnny Castle kennen und kommt ihm beim Tanzen immer näher. Doch das Glück der beiden Verliebten ist in Gefahr, denn Babys Vater Jake Jake hält Johnny für einen verantwortungslosen Kerl und verbietet seiner Tochter den Umgang mit ihm.

Johnny bringt den Hotelgästen tagsüber einfache Standardtänze bei, doch nachts schwingen er und seine Kollegen ihre Hüften im erotischen „Dirty Dancing“-Stil. Für Frances, die von allen nur Baby genannt wird, ist klar: den einen oder keinen! Sie besucht verbotenerweise sogar eine der nächtlichen Partys der Hotelangestellten, auf der die beiden sich tatsächlich anfreunden und Baby eine gewisse Neugier für das Tanzen entdeckt.

Babys bekommt die Chance ihres Lebens, als Johnnys Tanzpartnerin Penny wegen einer Abtreibung ausfällt: Baby will Penny bei einem Tanzwettbewerb vertreten. Sie trainiert darauf hin mit Johnny von früh bis spät und verliert dabei nach und nach ihre anfängliche Steifheit, Dabei entdeckt sie durch das Tanzen ihre erotische Anziehungskraft. Schließlich absolviert sie ihren großen Auftritt mit Bravour und kommt Johnny dabei immer näher. Aber das Glück der beiden Frischverliebten ist in Gefahr: Bei Pennys Abtreibung ist etwas schief gelaufen, und Frances hat keine andere Wahl, als ihren Vater Jake, einen Arzt, um Hilfe zu bitten. Der hält Johnny nun fälschlicherweise für den Vater des ungewollten Kindes und deshalb für einen verantwortungslosen Kerl. Kurzerhand verbietet er seiner Tochter den Umgang mit ihm. Doch Johnny und Baby finden einen Weg, um Babys Eltern und alle anderen Hotelgäste davon zu überzeugen, dass sie zusammengehören.

„Dirty Dancing“ war 1988 der Überraschungserfolg des Kinojahres, der wie einst „Saturday Night Fever“ einen regelrechten Run auf Tanzschulen auslöste und zum absoluten Kultfilm avancierte. Sechs Millionen Dollar hatte der Film gekostet, über 214 Millionen spielte er ein.

Der 1993 verstorbene Emile Ardolino („Sister Act – Eine himmlische Karriere“), der bereits 1983 für den Tanzfilm „He Makes Me Feel Like Dancin'“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, faszinierte das Kinopublikum mit einer bewegenden, mit heißen Tanzrhythmen kombinierten Liebesgeschichte, die den Zuschauer zurück in die 1970er Jahre führt. Doch der Film dreht sich nicht nur um die Liebe und das Tanzen, sondern auch um das Erwachsenwerden und den Generationenkonflikt.

Der Soundtrack gehört zu den erfolgreichsten Filmmusiken aller Zeiten: Der von Bill Medley und Jennifer Warnes gesungene Titelsong „(I’ve Had) The Time Of My Life“ wurde für den Grammy nominiert und sowohl mit dem Oscar als auch mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Der im September 2009 im Alter von 57 Jahren verstorbene Patrick Swayze selbst sang den Song „She’s Like The Wind“ und konnte damit einen großen Charterfolg verbuchen.
Die beeindruckenden Tanzschritte wurden von Choreograf Kenny Ortega in Anlehnung an den Stil der frühen 1960er Jahre und beeinflusst von kubanischen Rhythmen entwickelt. Ihm und Regisseur Ardolino ging es vor allem darum, das Tanzen perfekt in die Handlung zu integrieren und die Entwicklung der entstehenden Romanze und die Annäherung der beiden Partner beim Tanzen zu zeigen.

Die beiden Hauptdarsteller Jennifer Grey und Patrick Swayze – dieser hatte zuvor mit der TV-Serie „Fackeln im Sturm“ auf sich aufmerksam gemacht – wurden über Nacht zu Stars. Jennifer Grey, damals 27 Jahre alt und damit zehn Jahre älter als ihr Filmcharakter, hatte mit Swayze bereits 1984 für John Milius‘ umstrittenes Action Drama „Die rote Flut“ vor der Kamera gestanden und in „Cotton Club“ und „Ferris macht blau“ überzeugt. Nach zahlreichen TV-Produktionen war die Tochter des berühmten Broadway Schauspielers Joel Grey („Cabaret“) außerdem 2000 neben Ben Affleck und Gwyneth Paltrow in „Bounce – Eine Chance für die Liebe“ sowie 2008 neben Jesse McCartney in dem Drama „Keith“ im Kino zu sehen. Noch in diesem Jahr soll die Sci-Fi-Romanze „In Your Eyes“ mit Jennifer Grey und Nikki Reed erscheinen.

Der gelernte Tischler Patrick Swayze, der 1991 vom People Magazine zum „Sexiest Man Alive“ auserkoren wurde, überzeugte anschließend u.a. in „Ghost – Nachricht von Sam“, „Gefährliche Brandung“ sowie „To Wong Foo“ und trat 2004 auch in „Dirty Dancing 2“ als Tanzlehrer – allerdings nur in einer Nebenrolle – auf. Der letzte Film vor Swayzes Tod war das Drama „Powder Blue“.

Babys Mutter Marjorie spielt Kelly Bishop, die bekannt vor allem als Emily Gilmore aus der Serie „Gilmore Girls“. Die Rolle der Penny übernahm mit Cynthia Rhodes eine der besten Tänzerinnen des modernen Tanzfilms. Sie schwang ihre Hüften unter anderem auch in „Flashdance“ und „Staying Alive“.

2 Responses to Dirty Dancing – Der Tanzfilm der 80er im TV

  1. nicole sagt:

    Der film ist sehr gut

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