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Peter Fox Songtext: Fieber

Peter Fox Songtext: Fieber

Ich steh auf, leg mich gleich wieder hin.
Es ist zu heiß um es wirklich geil zu finden.
Ein Schritt reicht, gleich tropft Schweiß vom Kinn.
Pack mein Sack in Eis und da bleibt er drin.

Die Stadt dreht ab, schreit nach Wind.
Man iss platt wenn man draußen Zeit verbringt.
Alle Frauen halb nackt im tighten String,
wenigstens ein Fakt von dem ich begeistert bin.

Ich hab Fieber, lieg auf’m Rücken.
Ich brauch Waffen für ’n Krieg gegen Mücken.
Ich halluzinier, hab trockene Lippen,
und träum von Schneeflocken und Skihütten.

Meine Fresse glänzt, bin durchnässt,
kämpf mich zum Kühlschrank, hol ’n freshes Hemd,
brauch kein Testament, auch der letzte Cent geht drauf,
ich kauf mir ’ne Air-Condition, denn:

Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt.
Wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh.
Wir sind wie ’n alter Hund der grad noch steht.
Wir ham’s verzockt, verbockt, der Doktor kommt zu spät!


Dickes B. an der Spree, der Winter tut gut, der Sommer tut weh.
Sonne knallt, die Mülltonnen qualmen, unter den Linden heißt unter den Palmen.

Die Luft steht, über mir schwebt der Smog,
ich bin Krebs, werd lebend gekocht.
Meine Gegend: ein Sumpf, ein schäbiges Loch,
wenn es regnet verbinden Stege die Blocks.

Ich geh zur Post, mit Machete.
Verwandte aus Schweden schicken IKEA-Pakete.
Vorräte kosten Endknete.
Ich klau meiner Katze die letzte Gräte.

Meine Fresse glänzt, bin durchnässt,
kämpf mich zum Kühlschrank, hol ’n freshes Hemd.
brauch kein Testament, der Westen pennt,
bis der ganze verpestete Hexenkessel brennt!

Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt.
Wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh.
Wir sind wie ’n alter Hund der grad noch steht.
Wir ham’s verzockt, verbockt, der Doktor kommt zu spät!

Ich gehe vor die Tür, es ist sehr heiß,
vielleicht bin ich morgen nicht mehr da, wer weiß?
Es mach mich geil das die Stadt so nach Scheiße stinkt
und bis zu meinem Sack im Asphalt versink.

Riesige Menschenmassen pilgern Richtung Alaska,
die einzige Flüssigkeit in der Stadt ist mein Arschwasser!
Hyänen reißen trockne Menschen im Park,
spontane Selbstentzündungen jeden Tag!

Du willst wissen welcher Teufel dich geritten hat?
Ich hatte ein dicken Sack und du ein Hitzeschlag.
Hydranten explodieren, Rentner dehydrieren,
ich steige aufs Kamel, erteile ein Befehl!

Und die Karawane sucht sich neuen Lebensraum,
Berlin stinkt nach gestrandeten Spreejungfrauen.
Hier leben Atzen die dich für eine Dusche killen,
die Straßenkatzen suchen und mit der Lupe grillen.

Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt.
Wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh.
Wir sind wie ’n alter Hund der grad noch steht.
Wir ham’s verzockt, verbockt, der Doktor kommt zu spät!

Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt.
Wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh.
Wir sind wie ’n alter Hund der grad noch steht.
Wir ham’s verzockt, verbockt, der Doktor kommt zu spät!

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Aus dem 2008er Peter Fox Album: Stadtaffe

Peter Fox Songtext: Haus am See

Peter Fox Songtext: Haus am See

Hier bin ich gebor’n und laufe durch die Straßen.
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden.
Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen.
Daumen raus, ich warte auf ’ne schicke Frau mit schnellem Wagen.
Die Sonne blendet alles fliegt vorbei.
Und die Welt hinter mir wird langsam klein.
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht.
Ich weiß sie wartet und ich hol sie ab.
Ich hab den Tag auf meiner Seite ich hab Rückenwind.
Ein Frauenchor am Straßenrand der für mich singt.
Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau,
schließ die Augen und lauf einfach gradeaus.

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehn.

Ich suche neues Land mit unbekannten Strassen,
fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen.
Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten.
Alles verlieren, Gott hat einen harten linken Haken.
Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand.
Und Frauen rauben mir jeden Verstand.
Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt.
Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold.
Ich lad‘ die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fang vor Freude an zu weinen.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.

Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehn.

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehn.

Hier bin ich geborn, hier werd´ ich begraben.
Hab taube Ohr’n, nen weißen Bart und sitz im Garten.
Meine 100 Enkel spielen Cricket auf’m Rasen.
Wenn ich so daran denke kann ich’s eigentlich kaum erwarten.

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Aus dem 2008er Peter Fox Album: Stadtaffe

Peter Fox Songtext: Alles Neu

Peter Fox Songtext: Alles Neu

Ich verbrenn mein Studio, schnupfe die Asche wie Koks.
Ich erschlag meinen Goldfisch, vergrab ihn im Hof.
Ich jag meine Bude hoch, alles was ich hab lass ich los.
Mein altes Leben, schmeckt wie ’n labbriger Toast.
Brat mir ein Pracht-Steak, Peter kocht jetzt feinstes Fleisch.
Ich bin das Update, Peter Fox 1.1.

Ich will abshaken, feiern, doch mein Teich ist zu klein.
Mir wächst ne neue Reihe Beißer wie bei nem weißen Hai.
Gewachst, gedopet, poliert, nagelneue Zähne.
Ich bin euphorisiert, und habe teure Pläne.
Ich kaufe mir Baumaschinen, Bagger und Walzen und Kräne.
Stürze mich auf Berlin, drück auf die Sirene.
Ich baue schöne Boxentürme, Bässe massieren eure Seele.
Ich bin die Abrissbirne für die deutsche Szene.

Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey, wenns dir nicht gefällt, mach neu.
Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.
Hey, alles glänzt, so schön neu.

Ich hab meine alten Sachen satt, und lass sie in ’nem Sack verroten.
Motte die Klamotten ein, und dann geh ich nackt shoppen.
Ich bin komplett renoviert, Bräute haben was zu glotzen.
Kerngesund, durchtrainiert, Weltmeister im Schach und Boxen.
Nur noch konkret reden, gib mir ein ja oder nein.
Schluss mit Larifari, ich lass all die alten Faxen sein.

Sollt ich je wieder kiffen, hau ich mir ’ne Axt ins Bein.
Ich will nie mehr lügen, ich will jeden Satz auch so meinen.
Mir platzt der Kopf, alles muss ich verändern.
Ich such den Knopf, treffe die mächtigen Männer.
Zwing das Land zum Glück, kaufe Banken und Sender.
Alles spielt verrückt, zitternde Schafe und Lämmer.
Ich seh besser aus als Bono, und bin ’n Mann des Volkes.
Bereit die Welt zu retten, auch wenn das vielleicht zuviel gewollt ist.

Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey, wenns dir nicht gefällt, mach neu.
Hier ist die Luft verbraucht, das Atmen fällt mir schwer.
Bye Bye ich muss hier raus, die Wände kommen näher.
Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.
Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey…..

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Aus dem 2008er Peter Fox Debütalbum: Stadtaffe
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