Lily Allen CD: Alright, Still

Lily Allen Alright Still CD AlbumDas Lily Allen Debütalbum „Alright, Still“ erschien 2006 bei Parlophone (EMI).

Die Titel:

1. Smile Songtext | Video
2. Knock ‚em out Songtext
3. LDN Songtext | Video
4. Everything’s just wonderful Songtext
5. Not big Songtext
6. Friday night Songtext
7. Shame for you Songtext
8. Littlest things Songtext | Video
9. Take what you take Songtext
10. Friend of mine Songtext
11. Alfie Songtext | Video

Lange hat man in England spekuliert, wer wohl dieses Jahre das Rennen um die größte Popsensation des Jahres machen würde. Die gerade erst 21 Jahre alt gewordene Lily Allen hatte dabei garantiert niemand auf der Rechnung. Das „Postergirl der MySpace-Generation“, wie sie von besonders erfindungsreichen Journalisten bereits bezeichnet wurde, hatte es dabei von Anfang an nicht nötig, mit billigen Gimmicks für die nötige Aufmerksamkeit zu sorgen. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihren ebenso unbekümmerten wie frechen Texten eroberte die einschlägigen Internetforen praktisch im Sturm. Und auch auf Alright, Still ihrem Debütalbum, hat sie nichts von ihrer Angriffslust eingebüßt.

Mit ihrer ersten Single Smile, einer unverschämt offenherzigen, mit einem eingängigen Reggae-Groove unterlegten Pop-Hymne, in der sie mit ihrem ehemaligen Freund abrechnet, stürmte sie im Mutterland der Popmusik erwartungsgemäß gleich an die Spitze der Charts. Und auch die restlichen zehn Songs auf ihrem ersten Album enthalten genug textlichen Sprengstoff, um Lily Allen noch für ein paar weitere Monate im Focus der Medien zu halten. Musikalisch setzt die Sängerin, in der viele schon als weibliche Antwort auf Mike Skiner von The Streets sehen, in Stücken wie „Knock ‚Em Out“ oder dem einer extrem flockigen Melodie garnierten „LND„, ihrer bittersüße Beschreibung des Alltags in der englischen Hauptstadt, dabei eher auf bewährtes. Schräge Sounds oder Experimente sucht man auf Alright, Still vergeblich, auch wenn sie durchaus Bands wie The Slits oder Rip Rig And Panic zu ihren Vorbildern zählt, die nun nicht unbedingt dem musikalischen Mainstream ihrer Zeit zuzurechnen waren.. Doch ihre textliche Angriffslust leidet unter den eher konventionellen Beats und Sounds keineswegs. Lily Allen besitzt ein untrügliches Gespür für geniale Melodien und entwaffnende Zeilen, was sie zum Beispiel bei Songs wie „Everything’s Just Wonderful“ oder dem mit einem wunderbaren Bass-groove ausgestatteten „Friday Night“ eindrucksvoll demonstriert. Auch wenn man sich bei Newcomern in der Regel vor Superlativen hüten soll, dieses Debüt klingt mehr als Vielversprechend. –Norbert Schiegl

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