Schlamm, Sonnenschein & gute Musik = OpenAir St. Gallen 2009

Es war nicht ganz so heiß wie 2008 auf dem Open Air Festival in St. Gallen (Schweiz), es war auch nicht ganz so trocken wie 2008 aber die Musikwahl und die coole Stimmung war mindestens genauso großartig.

Auch die Nachricht, dass Michael Jackson heute, am ersten Festivaltag gestorben ist, trübte die Stimmung wenig. Ihm zu Ehren hat der Veranstalter ein Memorialbanner eingeblendet und, so wie wir das mitbekommen haben, hat nur Peter Fox, als einziger Musiker eine kleine Musikzeile fast unmerklich einspielen lassen. Ansonsten wurde nicht darüber gesprochen.
Das war auch gut so, denn schließlich wollten wir alle Spaß haben und den Augenblick genießen.

Die Veranstalter haben wirklich eine ausgesprochen feine Spürnase für die richtige Auswahl und den richtigen Mix der Bands. Selbst die Bands, von denen wir noch nie etwas gehört haben, sind stets eine angenehme Überraschung.

Als Journalisten des Bonsound.de Teams sind wir wieder nach Sant Gallen gefahren um Euch mal ein wenig die über Stimmung zu berichten. Welche Bands spielten findet Ihr auf der offiziellen Homepage www.openairsg.ch, doch wenn Ihr noch Entscheidungshilfen benötigt, ob sich eine Reise in die Schweiz 2010 lohnt, dann wollen wir Euch hier die Antwort geben. JA!
Aber warum?
schlammbadWir können es uns nicht erklären aber wir hatten schon 2008 das Gefühl, dass die Schweizer Musikfans, trotz viel Alkohol, viel entspannter sind als die Musikfans auf so manchem deutschen Festival. Von Pöbeleien oder Prügeleien war nichts zu sehen, auch wenn sie garantiert irgendwo stattgefunden haben. Überall herrscht eine auffällig lässige Atmosphäre. Dabei muß man zugeben – und vielleicht ist das der Grund – es wurde einiges geraucht.

Die Sache mit dem Matsch.
Gut, OpenAir heißt entweder „Glück gehabt“ so wie 2008 oder „Matsch gehabt“. Eigentlich hat es gar nicht so viel geregnet – nur nachts. Doch es hat gereicht um von einer grünen Rasenfläche in eine braune Massen-Matsche zu mutieren. Doch wie schön es ist in diesem Matsch zu rutschen, zeigt das Foto rechts.

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Die Sache mit den Toiletten.

Nein. Das habt ihr noch nicht so gut gemacht. Also hier müssen wir den Veranstalter noch einmal bitten nachzurechnen. Denn es darf nicht sein, dass Mädels mind. 10 Minuten und (im Eigentest) sogar bis zu 21 Minuten auf Erleichterung warten müssen. Am Samstag dann, waren sogar fast 50% der Haupttoiletten gesperrt, weil  defekt. Das war wirklich schlimm. Und das ist ein großes Minus.

Doch es war auch das einzige Minus, denn ansonsten war es Tip Top und WIR sind nächstes Jahre garantiert wieder mit dabei. Egal ob Sonnenschein oder Mullematsch. Vielleicht aber mal mit einer Windel für Engpässe.

Häuslebauen nach schweizer Art.eigenbau-1

Also da sind grundsätzlich 3 Typen anzufinden. Das Gruppenzelten – auch Jungspiesser genannt: besteht in der Regel aus einem Gemeinschaftsplatz mit diesen billigen, weißen Gartenpavillions und ausgelegtem Heu. Hier werden Klappgartenstüle aufgestellt und das selbst mitgebrachte Bier wärmt vor sich. Um diese Pavillions herum, werden dann die Schlafzelte aufgebaut.

Die wahren Camper: haben nur Ihr Zelt dabei zum schlafen.

Die Individualisten: bauen sich aus ca. 20 Holzstämmen, einem großen Netz, einer Menge starker Seile und mit einem tüchtigem Zimmermann ein geniales „Freestyle-Haus“. In diesem überdachten, in einem Hang eingebautes HängeHaus, hatten dann zu Stoßzeiten locker 20 Festivalfans und einige Hängemattenfreunde Platz. Toll.

Insgesamt war das OpenAir Festival in St. Gallen ein großer Spaß und wir kommen gerne 2010 wieder.

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